Reisebericht Kenia
Nach 8 Stunden Flugzeit erreichten wir endlich unser Ziel. Bei Ankunft war es ziemlich schwül, wir waren Anfang Juni, in dieser Zeit muss man noch mit kleinen Schauern hin und wieder rechnen aber im Grunde eine gute Reisezeit.
Nach ca. 30 min Transferzeit vom Flughafen Mombasa, konnten wir endlich in unserem Hotel Shanzu Beach Hotel (African Safari Club) einchecken.
Die Zimmer waren sehr schön, mit tollen Blick aufs türkisblaue Meer. Nichts ahnend ließen wir auch gleich die Balkontür offen um die gute Luft zu genießen,  als wir zurück in unser Wohnzimmer kamen machten wir dann Bekanntschaft mit einer Affenfamilie die sich über unseren Obstkorb hermachte.
Am späten Nachmittag hatten wir dann die offizielle Begrüßung und wurden dann auch darauf  hingewiesen, dass die Balkontüren immer geschlossen sein sollten wegen der Affen und auch am Pool keine Gegenstände wie Kameras usw. liegen bleiben sollten. Im Laufe unseres Aufenthalts wurden 2 Kameras und 1 Geldbörse von den Palmen herunter geholt.
Mit diesen Instruktionen konnte also der Urlaub starten. Bei unserem ersten Besuch am Strand ist uns die Schnur aufgefallen die den Strand entlang verlauft, ziemlich schnell fanden wir heraus wofür diese Schnur da ist. Die sogenannten Beach Boys, die einen von Holzfiguren bis zum Heiratsantrag alles anbieteten, durften diese Grenze nicht überschreiten. Somit erstellte sich baden in Kenia immer als ziemlichen  Spiesroutenlauf. Sobald man die Grenze überschritten hat lassen die Beach Boys nicht lange auf sich warten und hat man es mal ins Wasser geschafft, war man noch lange nicht gefeit von den Beach Boys, für ein gutes Geschäft leisten sie einen nämlich sogar im Wasser Gesellschaft.
Auf Grund dessen, würde ich Kenia nicht als reinen Badeurlaub empfehlen. Die Strände sind wirklich ein Traum und das Meer absolut schön, doch wir haben nach einer Zeit einfach den Pool bevorzugt, war um einiges Stressfreier.
Das Essen im Hotel war hervorragend, die Bedienung sehr freundlich obwohl man sich daran gewöhnen muss, fern von europäischen Eile zu sein. Bole Bole-langsam, langsam heißt die Lebensphilosophie der Kenianer dies gilt im Servicebereich sowohl auch beim Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln.
Nach dem Badeaufenthalt starteten wir mit unserer Safari in der Maasai Mara. Wir flogen mit einer Propellermaschine von einem kleinen Flughafen ungefähr 20 min von unseren Hotel entfernt in die Maasai Mara. Achtung- wer einen empfindlichen Magen hat, teilweise war es sehr holprig und wir sprachen Stoßgebete aus.   Der Flieger ist gelandet! Wir hatten nun Transfer zu unserem Mara Buffalo Camp. Die Häuser sind kleine Strohhütten, gemütlich aber  nicht luxuriös, aber das erwartetet man auch nicht wenn man mitten in der Wildnis übernachtet. Das Essen war sehr gut und sogar ich als Vegetarier wurde bestens versorgt natürlich darf man wieder nicht vom Hotelstandard ausgehen.
 Eine Safari sollte jeder machen der in Kenia ist. Es ist ein einzigartiges Erlebnis und kann ich nur jeden weiterempfehlen. Wir fuhren einmal tagsüber aus und einmal machten wir eine Morgensafari, da zu dieser Zeit die Tiere jagen. Tiere haben wir  so ziemlich alle gesehen die man auf  Safari sehen kann das Highlight war ein Löwe der gerade eine Antilope zerlegte-sieht man nicht alle Tage. Nach 3 Tagen fuhren wir wieder zurück ins Hotel. Ich fand 3 Tage ausreichend, man hat so ziemlich alles gesehen und ich war ehrlich schon wieder froh etwas mehr Zivilisation im Hotel wieder genießen zu dürfen.
Die letzten Tage verbrachten wir noch gemütlich mit baden (am Pool), essen, fortgehen (war eine Disco im Haus) und relaxen.
Es war ein wirklich sehr schöner Urlaub. Kenia ist ein tolles Land, die Leute sehr freundich nur muss man beachten das diese Leute wirklich sehr, sehr arm sind. Sie leben von einen Hungerlohn oder hausen in Wellblechhütten.
Vielleicht ist man ein bisschen geschockt wenn man in Kenia landet und am Weg zum Hotel die Armut der Menschen hautnah sieht und auch miterlebt. Doch trotz dieser Armut sind sie ein sehr  freundliches Volk und vielleicht sollten wir uns ein bisschen Bole-Bole mit nach Hause nehmen.